Der Rabe

Rabe, alter Rabe,
Hockst mit Deinem tierischen Gehabe
Auf dem kahlen Ast.
Und Dir gleich gegenüber sitzt ein Kamerad,
Der wie du die Sinne schweifen lässt,
In dieser Zeit voll lauter Hast.

Rabe, alter Rabe,
Wende Deinen Blick doch nicht zu mir, der ich Dich studiere,
Jedoch nicht mit Gier,
Sondern einfach aus Gefallen, Dich ein wenig anzusehen,
Ohne dem Verständnis der allgemeinen Umwelt
Aus dem Weg zu gehen.

Rabe, alter Rabe,
Du verkörperst die Geduld, jene seltene Gabe,
Die nicht ohne Schuld, ohne Fehl’ des Menschen
Verloren ging!

NS: und in diesem Moment verschwand der alte Rabe!